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Die Geschichte zur Fahne der Marinekameradschaf

Die Fahne der Marinekameradschaft Hannovervon 1898 e.V. "Prinz Adalbert von Preußen"

Der alte Marine-Verein „Prinz Adalbert von Preußen" in Hannover (es gab auch in Wilhelmshaven einen Marine-Verein gleichen Namens) erhielt am 28. August 1910 seine erste Fahne, deren Weihe und Übergabe der damalige Ehrenvorsitzende Vizeadmiral a. D. Oldekop vollzog. Iwan Oldekop (Crew 1865) war zuletzt von Oktober 1895 bis November 1899 Inspekteur des Bildungswesens der Marine. Am 03. Oktober 1844 in Hannover geboren, starb er hier am 07. Januar 1936.
(das nebenstehende Foto kann per Mausklick vergrößert werden)

Die Fahne wurde von der Hannoverschen Fahnen-Fabrik Heinz Reinecke, in Mellendorf angefertigt. Die Vorderseite zeigt auf weißem Fahnentuch, farbig gestickt, das Kanonenboot S.M.S. „Iltis" II im Kampf gegen die Taku-Forts am 17.06.1900 während des Boxer-Aufstandes in China. Weshalb dieses Motiv gewählt wurde, ist nicht bekannt. Über dieser Darstellung steht im Halbkreis in schwarzer Schrift: Marine-Verein "Prinz Adalbert von Preußen" Hannover und Linden. Ferner sind eingestickt: in der Mitte am unteren Rand des Bildes ein kleiner goldener Anker mit der Flagge der Kaiserlichen Marine, auf der Vorderseite links oben das Wappen des Deutschen Reiches, rechts oben das Wappen der Provinz Hannover, links unten das Wappen der Stadt Hannover und rechts unten das Wappen der Stadt Linden. Die Rückseite die damaligen Reichsfarben SCHWARZ-WEISS-ROT, in der Mitte der Reichsadler mit Krone und darüber in goldener Schrift "Mit Gott für Kaiser und Reich!" ganz unten im roten Feld ist links und rechts noch ein goldener Anker eingestickt.

Ihre kameradschaftliche Verbundenheit mit dem Marine-Verein bekundeten damals durch Stiftung eines Fahnennagels die Vereinigung Deutscher Marinevereine in Bremen (heute Deutscher Marinebund), Der Bezirkskriegerverband Hannover-Linden, der Ehrenvorsitzende Vizeadmiral a. D. Oldekop, das ehemalige Mitglied F. Oberheide aus Klein-Wennigsen, Der Verein ehemaliger Mariner Braunschweig, Die Marine-Vereine Cassel, Mönchengladbach, Bielefeld, Osnabrück, Minden/Veser, Hameln, Peine, Celle, Uelzen und Umgebung, Harburg und Umgebung, „von Knorr" Geestemünde sowie die Vereine ehemaliger Ostasiaten und Afrikaner Hannover, ehem. Königsulanen Hannover, ehem. König-Karl-Dragoner, ehem. 17er Husaren, ehem. Fuß-Artilleristen, ehem. 92er und ehem. 77er; ferner die Hannoversche Fahnen-Fabrik Heinz Reinecke.

Dem letzten stellvertretenden des alten Marine-Vereins, Hermann Kulpe, sowie einigen weiteren treuen Kameraden der alten Kaiserlichen Marine ist es zu verdanken, dass die Fahne durch die Bombennächte des zweiten Weltkrieges und die ersten, unsicheren, Nachkriegsjahre gerettet werden konnte. Da der Marine-Verein, wie auch alte anderen soldatischen Verbände, im Mai 1945 durch ein Kontrollratsgesetz der Besatzungsmächte verboten wurde, erfolgte die Rückgabe der Fahne erst nach Wiedergründung des Vereins im Juni 1953. Ein ehemaliges Mitglied des alten Vereins - wohnhaft Am Mittelfelde Ecke Garkenburgstraße - der die Fahne zuletzt in Verwahrung hatte, übergab sie dem damaligen 1. Schriftführer, Kamerad Teuteberg. Es stellte sich heraus, dass das Fahnentuch, wahrscheinlich durch die lange Aufbewahrung in verschiedenen Luftschutzkellern, sehr brüchig geworden war und stellenweise Risse aufwies. Die Schäden wurden zunächst einmal von der Hannoverschen Fahnen-Fabrik ausgebessert. Außerdem wurde ein neuer Fahnenstock beschafft, da der alte im Kriege verloren gegangen war. Glücklicherweise waren die Fahnennägel vorher abgenommen worden und blieben somit erhalten.

Im Jahre 1983 veranstaltete der Verband Deutscher Reeder in Hannover eine Ausstellung über die deutsche Seeschifffahrt und bat um Unterstützung ihres Ausstellungspersonals. Hierzu stellten sich einige Kameraden zur Verfügung. Der Verband Deutscher Reeder honorierte diese Unterstützung durch eine Spende von 1.405,00 DM. Die betreffenden Kameraden verzichteten auf eine Auszahlung und stellten das Geld für eine Grundüberholung der alten Fahne zur Verfügung. Ein Spendenaufruf innerhalb der Kameradschaft erbrachte nochmals einen Betrag von 1.200,00 DM. Nun wurde die Hannoversche Fahnen-Fabrik in Mellendorf mit der Restaurierung der Fahne beauftragt. Beide Seiten der Fahne wurden mit neuem Fahnentuch versehen und die Stickerei hierauf übertragen. Beschädigte oder fehlende Teile der Stickerei sowie der Ornamente wurden ausgebessert bzw. ergänzt, und die Goldfransen erneuert. Die Gesamtkosten der Restaurierung betrugen 3.126,34 DM. Auf einer Feierstunde am Volkstrauertag 1983 auf dem Soldatenfriedhof bei Essel stand die alte Fahne im neuen Glanz der Kameradschaft wieder zur Verfügung.

Folgend Fahnenbänder schmücken die Fahne:

Deuter Marinebund, gestiftet von der Kameradschaft,
Schwarz-Rot-Gold, gestiftet von der Kameradschaft,
Schwarz-Weiß, 1914/18, gestiftet von dem ehem. Sektionsleiter der Gesellschaft für Wehrkunde, Hauptmann a. D, Hans Langbein,
Kyffhäuser-Kameradschaft Laatzen, gestiftet anläßlich 100-Jahr-Feier,
Kyffhäuserbund e. V., gestiftet anläßlich 200-jährigen Bestehens,
Kyffhäuser-Kameradschaft Freiburg/E, gestiftet anläßlich 100-Jahr-Feier
Hauptmann a. D. Hans Langbein stiftete außerdem für die Fahnenspitze das Eiserne Kreuz 2. Klasse aus dem ersten Weltkrieg.

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